Vom Zirkus in die Schulflure, von der Boxengasse an den Hafen: Faces of Dance verwandelte die Bühne des Carino Theaters am 3. Oktober 2026 immer wieder aufs Neue. Die Gäste begleiteten „Dance Dance Dance“ mit Applaus, Pop-Anspielungen und persönlichen Zurufen. Joshua bekam ein besonders süßes Kompliment: einen Gummiwurm.
Schon vor Beginn lieferte das Publikum seinen eigenen kleinen Auftakt. Larry fragte: „Kellner, gibt es hier vegane Cola ohne Zucker ?“ Andere Gäste suchten scherzhaft nach dem Servicepersonal, das angeblich gar nicht erst eingestellt worden war. Hinter dem roten Vorhang wartete die Show, davor lief die Unterhaltung bereits. Auch Lord Mkal und seine Begleitung gehörten zu den Gästen.
Die ersten Bühnenbilder führten in eine neonfarbene Stadtwelt und erinnerten die Gäste an Lady Gaga. Dann folgten Zirkusstreifen, ein verzierter Wagen und ein Elefant, neben dem die Tänzer in ihren Kostümen mit Tiermustern fast zierlich wirkten. Im Publikum wurden Britney und „Circus“ wiedererkannt. Larry erklärte, er bekomme Gänsehaut.
Andere Nummern spielten mit ganz anderen Mitteln. Leuchtende, bunte Rahmen hoben sich vom schwarzen Hintergrund ab; Larry fühlte sich an Tic-Tac-Toe erinnert. Später standen rote und blaue Schließfächer auf der Bühne. Die Schulszene brachte Britney und „…Baby One More Time“ ins Gespräch – und weckte erstaunliche Bildungswünsche. Theo meinte, Jacob wolle wegen der Uniform wieder zur Schule. Kyle erkundigte sich nach einer Möglichkeit zum Nachsitzen.
Zwischen diesen Scherzen wurde auch nach der Arbeit hinter der Vorstellung gefragt. Djembe wollte wissen, wer Choreografie und Bühnenbilder geschaffen hatte. Theo nannte Aris und lobte dessen Talent. Djembe schickte ein begeistertes „GREAT JOB ARIS!!!!“ hinterher. Miss Sunny Callahan fasste ihren Eindruck so zusammen: „da passt wirklich alles grossartig“.
Die Bühne bot reichlich Anlass, genauer hinzusehen. In einem Zimmer mit Comicpostern rückten Superheldenmotive in den Mittelpunkt. Spider-Man und Robin waren an den Wänden zu entdecken; Yong hätte die Poster am liebsten mitgenommen. Jake und das Ensemble bekamen persönliche Zurufe. Selbst die Einrichtung wurde zum Gesprächsstoff.
Später öffnete sich eine Boxengasse mit roten Rennwagen. Larry lobte die Formel-1-Dekoration. Danach wechselte die Kulisse zu einem Hafen mit großem grauem Schiff und beleuchteter Stadtsilhouette. Die Matrosenkostüme veranlassten Yong zum Ruf „sailor boys!“, während Theo Aris scherzhaft zu Captain Aris Sparrow machte. Ein roter Flügel vor goldenen Vorhängen führte anschließend wieder zum großen Glamour. Yong erkannte eine Elton-John-Anspielung.
Zu den großen Auftritten kamen kleine Aufmerksamkeiten aus dem Publikum. Rosen wurden auf die Bühne geworfen. Kody wählte für Joshua Nagy-Jones eine süße Variante: einen Gummiwurm. Yong erklärte das zum größten Kompliment, das Kody machen könne. Joshua griff nach dem Gummiwurm und lächelte Kody zu. Ein Dankeschön braucht offenbar nicht immer Blütenblätter.
Auch die vermeintlichen Snacks in der Lobby lieferten eine kleine Komödie. Lou machte sich auf die Suche nach den angekündigten Leckereien und meldete, keine zu finden. Kalli nahm die Schuld scherzhaft auf sich: Er sei hungrig gewesen. Lou antwortete mit „fake news“. Die Gäste steuerten ihre eigenen kleinen Geschichten zum Theaterabend bei.
Beim Abschluss richteten sich die Zurufe an die Mitwirkenden. Unter anderem wurden Desmond, Sascha, Dafi, Jaron, Joshua und Jake persönlich gefeiert. Lou rief nach einer Zugabe. Joshua bedankte sich für die Unterstützung und erklärte, die Freude des Publikums mache die Arbeit für das Ensemble lohnend. Dann bat er ausdrücklich um eine weitere Applausrunde für Aris Hock-Jones.
Die Unterhaltung ging nach dem Schlussapplaus weiter. Sinthoras lobte Sascha, Dafi bedankte sich für die Zusammenarbeit im Team, und Lou griff noch einmal die Madonna-Anspielungen auf: Dafi trete so oft als Madonna auf, dass Madonna bald als Dafi auftreten werde. Auch nach der Show blieb Platz für diesen liebevollen Übermut.
Aris dankte für den Besuch und die Spenden und kündigte eine weitere Show an. Einen Termin nannte er noch nicht. Joshua verwies außerdem auf die Schwestercompagnie Rahmenlos und deren Produktion „The Experience of Love“.
Die roten Rennwagen, der Elefant und der Hafen gehörten zu den großen Bildern dieses Abends. Dazu kamen die kleinen Antworten aus dem Publikum: Wünsche nach Nachsitzen, verschwundene Snacks und Joshuas Gummiwurm. Gerade diese Verbindung gab „Dance Dance Dance“ seinen persönlichen Ton.
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