Ein Anwesen mit viel Tradition und ebenso viel Wasser – geeignet für Liebhaber des knarrenden Rades und des leisen Plätscherns eines Baches.

Die Wassermühle am Wolfsbach mit ihrem hölzernen Mühlrad und dem rauschenden Bachlauf
Die Wassermühle am Wolfsbach

Wo der Wolfsbach das Rad treibt

Wer ein Anwesen mit Geschichte sucht, dabei aber nicht auf den Komfort eines frisch instand gesetzten Hauses verzichten möchte, dürfte an der Wassermühle am Wolfsbach seine Freude haben. Das Mühlenhaus ist so gut wie neu und macht bereits von außen einen soliden, gepflegten Eindruck.

Zugig ist es im Inneren auf keinen Fall. Die dicken Mauern halten die Kühle des Baches dort, wo sie willkommen ist, während das Haus selbst Schutz und Behaglichkeit bietet. Nur das alte Mühlrad erinnert unüberhörbar daran, dass dieses Anwesen nicht bloß hübsch anzusehen ist: Es ächzt, knarrt und arbeitet, sobald der Wolfsbach genügend Wasser führt.

Wen dieses Geräusch nicht stört – und wer sich vom gleichmäßigen Plätschern des Baches gern in den Schlummer wiegen lässt –, sollte sich die Wassermühle unbedingt anschauen. Zwischen Wasser, Holz und Stein besitzt sie einen ganz eigenen Charakter: ein wenig eigenwillig, ausgesprochen gemütlich und mit jener stillen Würde, die nur Orte entwickeln, an denen über lange Zeit gelebt und gearbeitet wurde.

Ein Anwesen mit Tradition

Die Mühle liegt unmittelbar am Wolfsbach. Sein Wasser wird über den alten Zulauf an das Rad geführt und verlässt das Grundstück in mehreren kleinen Kaskaden. So gehört das Rauschen des Baches ebenso zum Haus wie das wechselnde Knarren des Rades. Bei ruhigem Wetter klingt beides beinahe wie ein Gespräch zwischen Mühle und Wasser.

Ob als ungewöhnliches Zuhause, als Rückzugsort oder als Platz für jemanden, der das Arbeiten mit Holz, Korn und Wasser nicht scheut: Die Wassermühle am Wolfsbach bietet viele Möglichkeiten. Wer allerdings absolute Stille erwartet, sollte sich vor der Besichtigung noch einmal fragen, ob er mit einem gelegentlichen Ächzen im Gebälk und einem unermüdlichen Rad als Hausgenossen leben kann.

Die Legende der früheren Bewohner

Über die ersten Bewohner der Mühle erzählt man sich eine eigentümliche Geschichte. Einst sollen dort die Müllerin Alva und ihr Mann Raban gelebt haben, die den Wolfsbach besser kannten als jeden Weg durch das Tal. In einer Nacht, so heißt es, schwoll der Bach nach einem Unwetter so stark an, dass das Mühlrad aus seiner Verankerung gerissen zu werden drohte. Alva blieb dennoch im Haus, um den Zulauf zu öffnen, während Raban die Bewohner des Tales warnte.

Am nächsten Morgen war das Wasser zurückgegangen. Von Alva und Raban aber fehlte jede Spur. Nur das Mühlrad drehte sich langsam weiter, obwohl der Zulauf verschlossen war. Seit jener Zeit soll man in manchen Nächten zwei Stimmen im Rauschen des Wolfsbachs hören: eine, die vor zu viel Wasser warnt, und eine zweite, die darauf antwortet, das Rad werde schon halten.

Ob die Geschichte wahr ist, weiß niemand. Sicher ist nur, dass die früheren Bewohner der Mühle bis heute nicht vergessen sind.

Die vollständige Legende der Wassermühle am Wolfsbach lesen

Für Liebhaber des knarrenden Rades

Die Wassermühle am Wolfsbach ist kein Anwesen für Menschen, die jedes Geräusch als Störung empfinden. Sie ist ein Ort für jene, die den Klang eines arbeitenden Rades mögen, Wasser in der Nähe schätzen und sich an einem Haus erfreuen, das seine Geschichte nicht versteckt. Wer sich von altem Holz, frischem Wasser und einer Prise Legende angesprochen fühlt, sollte dem Anwesen einen Besuch abstatten.