Fernab der alten Machtzentren, auf einer Insel der Northern Trade Islands (Atlantischer Ocean), liegt Farnacium – eine Stadt, von der man sagt, sie sei nicht erobert, sondern gesetzt worden. Stein für Stein, mit Absicht.

Gegründet wurde Farnacium von Adri Galtier, der heutigen Herrscher:in der Stadt. Offiziell gilt Farnacium als freier Hafen, als neutraler Ort des Austauschs zwischen Reichen, Kulturen und Wesen. Doch wer länger verweilt, merkt rasch: Farnacium ist mehr als ein Handelsplatz. Es ist ein Versuch.

Die Wahl einer Insel war bewusst. Schutz, Neutralität, Kontrolle über den Zugang – und Symbolik. Farnacium sollte nicht Teil alter Reiche werden, sondern sich ihnen entziehen, ohne sich zu verstecken. Manche Chronisten behaupten, die Insel sei gewählt worden, weil hier die Zeit langsamer fließe. Andere sagen, sie sei schlicht der richtige Ort gewesen.

Architektonisch vereint Farnacium römische Verwaltungs- und Forumstraditionen mit ägyptisch römisch, mittelalterlich geprägten Sakralbauten und spätantiker Wehrarchitektur. Obelisken, Wächterstatuen und massive Mauern prägen das Stadtbild. Diese Mischung ist kein Zufall. Sie spiegelt den Geist der Stadt wider: Kontinuität statt Bruch, Ordnung ohne Erstarrung.

Die antiken und altägyptischen römischen Mittelalterlichen Elemente gehen auf persönliche Verehrung Adri Galtiers zurück und auf den Einfluss des Vampirfürsten Mkal Jun, der Adri einst auf diplomatischem Wege begegnete. Die Verwandlung Adri Galtiers zum Vampir gilt in der Überlieferung als Geschenk – nicht als Zwang. Seither wird Mkal gleichermaßen als Lehrmeister, Vaterfigur und Schutzpatron genannt. Manche flüstern, Farnacium sei ein Lehrstück Mkals: ein Beweis, dass vampirische Herrschaft nicht zwangsläufig Unterdrückung bedeutet.

Religiös herrscht in Farnacium große Freiheit. Es existieren offizielle Kulte, doch ist die Ausübung anderer Glaubensrichtungen ausdrücklich gestattet, solange sie die Ordnung der Stadt achten. Kein Gott wird verfolgt, kein Glaube erzwungen. In den Chroniken heißt es, Farnacium sei ein Ort, an dem viele Wege nebeneinander bestehen dürfen.

Ein zentraler Ort des öffentlichen Lebens ist die Arena. Hier finden Spiele, symbolische Duelle, rituelle Handlungen und Teile der Rechtsprechung statt. Alle Kämpfe sind freiwillig. Blut wird hier nicht um der Unterhaltung willen vergossen. Wer in der Arena steht, kämpft nicht um Leben oder Tod, sondern um Wahrheit, Ausgleich oder Anerkennung.

Adri Galtier herrscht als Stadtherr:in und Hüter:in Farnaciums mit absoluter Autorität, delegiert jedoch viele Aufgaben vertreten durch einen Rat. Ziel dieser Herrschaft ist nicht Expansion, sondern Stabilität. Farnacium soll leben, wachsen und bestehen – als Stadt, die offen ist, ohne schutzlos zu sein.

Heute gilt Farnacium als stabile, erfolgreiche und lebendige Stadt. Es gibt keine bekannten äußeren Bedrohungen, keine Expansionsbestrebungen. Ziel ist nicht Wachstum um jeden Preis, sondern Bestand.

Und doch erzählen sich Reisende Geschichten:
Dass Farnacium nicht durch Krieg fallen könne.
Dass die Stadt nur dann vergehe, wenn ihr Hüter sie verlässt.

Ob Mythos oder Wahrheit – Farnacium steht.
Als Hafen zwischen den Reichen.
Als Ort zwischen Ordnung und Freiheit.

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