Großmeisterin Anne de Molay segnet die Grafschaft Mendacium im Rahmen eines Gottesdienstes

Am Hochfest der Verkündigung des Herrn wurde in Mendacium ein feierlicher Gottesdienst begangen, in dessen Verlauf Großmeisterin Anne de Molay das Land segnete und unter den Schutz des Himmels stellte. Zahlreiche Gäste, Freunde und Verbündete waren zusammengekommen, um diesem besonderen Augenblick beizuwohnen.

Schon vor Beginn der Messe lag eine besondere Stimmung über der Grafschaft. Gäste aus befreundeten Landen waren nach Mendacium gereist, um an der Weihe teilzuhaben und dem jungen, erstarkenden Land ihre Ehre zu erweisen. Unter ihnen befanden sich nicht nur Bewohner und Freunde der Grafschaft selbst, sondern auch hochgestellte Besucher, die dem Anlass den ihm gebührenden Glanz verliehen.

Als die Glocke Mendaciums die Gläubigen zum Gottesdienst rief, folgte die versammelte Schar dem Grafen Wolfram hinauf zur Kirche. Dort fanden Adel, Volk und Gäste ihre Plätze, und aus dem geschäftigen Kommen wurde jene stille Sammlung, wie sie nur einem wahrhaft bedeutsamen Augenblick vorausgeht.

Mit den Worten „Dominus vobiscum“ eröffnete Anne de Molay die Messe und verlieh der Feier sogleich jene feierliche Würde, die dem Anlass angemessen war. In lateinischer wie in gemeiner Sprache erinnerte sie die Anwesenden an die Gnade Gottes, an die Gemeinschaft der Gläubigen und an die Pflicht, das göttliche Wort nicht im Lärm des Alltags zu verlieren. Ihre Worte standen ganz im Zeichen der Fastenzeit, die sie als Zeit der Besinnung, der Umkehr und der Erneuerung des Glaubens deutete.

Zugleich schlug die Großmeisterin den Bogen zu Mendacium selbst. Sie sprach von einem Land, das sich erhebt, das auf Vertrauen gründet und dessen Gemeinschaft nicht aus Missgunst, sondern aus Freundschaft, Fürsorge und Glauben zusammenkommt. Gerade darin, so wurde spürbar, liegt eine besondere Stärke Mendaciums: nicht allein in Stein, Mauern und Namen, sondern in den Herzen jener, die es tragen, besuchen und ihm verbunden sind.

Nach Gebet und Andacht erklangen mit dem Vaterunser und dem Ave Maria die vertrauten Worte der christlichen Überlieferung durch das Gotteshaus. Schließlich trat der eigentliche Höhepunkt der Feier ein: Anne de Molay sprach den Segen über das Land, seine Bewohner und alle, die in guter Gesinnung dort ein- und ausgehen. Mit Weihwasser und dem Zeichen des Kreuzes verband sich der feierliche Bann gegen alles Böse, das versuchen könnte, in Mendacium Fuß zu fassen.

Besonders eindrucksvoll erklangen dabei die lateinischen Worte des Bannspruchs:

Ecce crucem Domini!
Fugite, partes adversae!
Vicit Leo de tribu Juda, radix David.
Alleluja!

So wurde Mendacium nicht allein gesegnet, sondern sichtbar unter göttlichen Schutz gestellt. Der Ritus verlieh dem Land eine geistliche Weihe und setzte zugleich ein Zeichen der Hoffnung: dass alles Dunkle fernbleiben möge und die Grafschaft unter gutem Stern ihrer Zukunft entgegengehen könne.

Mit dem abschließenden Segen im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes endete der Gottesdienst. Doch wie so oft in diesen Landen schloss sich an die Feier nicht bloß das Auseinandergehen an, sondern auch das gesellige Beisammensein. In der Taverne kamen Gäste und Gastgeber noch einmal zusammen, um bei Wein und Bier auf Mendacium, seine Freunde und den gelungenen Tag anzustoßen. Graf Wolfram erhob dabei einen Trinkspruch auf Freundschaft, auf Gott und auf die Hoffnung, dass Mendacium künftig vor neuem Unheil bewahrt bleiben möge.

So bleibt dieser 25. März als ein bedeutsamer Tag in Erinnerung: als Tag des Gebets, des Segens und der Gemeinschaft. Die Weihe durch Großmeisterin Anne de Molay verlieh Mendacium nicht nur Würde und geistlichen Schutz, sondern machte auch sichtbar, wie eng Glaube, Gastfreundschaft und Verbundenheit in dieser Grafschaft miteinander verwoben sind.

Möge Mendacium unter gutem Zeichen wachsen, und mögen seine Wege weiterhin von Freundschaft, Zuversicht und göttlichem Schutz begleitet sein.