Poesie-Wettbewerb auf Burg Himmeldingen
Es gibt Abende, an denen nicht das Schwert, nicht das Banner, nicht das politische Wort den Ton angibt, sondern allein die Dichtung. Ein solcher Tag war der 1. März, als auf Burg Himmeldingen zum großen Poesie-Wettstreit geladen wurde.
Schon beim Betreten der Region war spürbar: Dies war kein beiläufiges Beisammensein, sondern ein festlicher Anlass. Gäste aus nahen und fernen Landen fanden sich ein, unter ihnen auch Vertreter Mkalvanias. Die Türen des Saales öffneten sich und die Herzogin trat ein, um den Wettbewerb mit würdevollen Worten zu eröffnen .
Sie begrüßte die Anwesenden als „Freunde der Worte“ und erklärte, dass an diesem Tage allein die Kunst des Verses herrschen solle.
Eine Ballade aus Sparta
Als erster Teilnehmer wurde , zu seiner eigenen Überraschung, Lord Mkal aufgerufen .
Mit ruhiger Stimme trat er in die Mitte des Saales und kündigte eine Ballade aus aus der Zeit Spartas an.
„Vom Staube Spartas, ein Gesang auf Kleonikos“ entfaltete sich als episch-klassische Dichtung von homerischer Färbung. Lakonische Sonne, klingende Schilde, der Stolz eines jungen Kriegers: das Bild war klar, kraftvoll, getragen von Würde. Die Verse zeichneten nicht nur Stärke, sondern auch Anmut und innere Flamme.
Der Saal lauschte in gespannter Stille. Die Reaktionen waren von Respekt getragen und nicht wenige erkannten in dieser Ballade die Handschrift eines Herrschers, der Geschichte nicht nur kennt, sondern in ihr gelebt hat.
Minnelied, Heimatlied und Nornenwort
Der Wettbewerb zeigte eine beeindruckende Vielfalt an Stilen.
Claire kündigte an, ihr Werk bewusst vorzutragen und nicht zu singen . Ihr Gedicht verband Schärfe, Wortwitz und Eleganz.
Kamilla führte das Publikum mit einem Minnelied in zarte Gefilde der Liebe, ein Vortrag von Anmut und Gefühl.
Kim wiederum trug ein liebevoll gewobenes Gedicht über Himmeldingen selbst vor: ein Panorama aus Dorfplatz, Kirche, Schmiede, Taverne und Adel .
Später präsentierte sie in Vertretung für Vicky ein Werk über die drei Nornen, schicksalsschwer, nordisch, getragen von mythischer Bildkraft .
Die Entscheidung
Die Jury, bestehend aus Graf Eduard von Lichtenstein, Graf Aurelius von Sturmcliff sowie der Herzogin Käthlis von Wolkensteig selbst hatte keine leichte Aufgabe, die besten unter den Vorträgen auszuwählen.
Nach eingehender Beratung trat die Jury erneut vor die Versammelten. Käthlis von Wolkensteig würdigte zunächst jeden einzelnen Vortrag als Ausdruck von Herzblut, Mut und Seele .
Claire und Kamilla teilten sich den dritten Rang,
gewürdigt wurden Wortwitz, Feinsinn und gefühlvolle Dichtung .
Den zweiten Platz errang Lord Mkal.
Die Ehrung wurde mit kräftigem Applaus begleitet; es war von einem „verdienten zweiten Platz“ die Rede. Seine spartanische Ballade hatte bleibenden Eindruck hinterlassen.
Den verdienten ersten Platz errang Esmeralda,
mit ihrer verzaubernden Darbietung.
Der Wettbewerb endete in gemeinschaftlichem Applaus, Dank und sichtlicher Erleichterung der Jury.
Ein Tag für die Dichtung
Was diesen Wettbewerb auszeichnete, war nicht allein die Qualität der Verse, sondern die Haltung, mit der sie vorgetragen wurden:
Würde ohne Starrheit, Spiel ohne Beliebigkeit, und Leidenschaft ohne Eitelkeit.
Himmeldingen zeigte sich an diesem Tag als Ort der Kultur, der Gastfreundschaft und der ernstgenommenen Kunst.
Für Mkalvania war es eine Ehre, Teil dieses Wettstreits zu sein. Mögen solche Zusammenkünfte häufiger die Brücken zwischen unseren Welten schlagen – nicht mit Schwertern, sondern mit Worten.
Denn wer die Sprache achtet, achtet auch den Menschen.
Selbstverständlich berichtet Himmeldingen auch selbst über das große Ereignis:
Als in Himmeldingen die Worte regierten