Mkalvania und die Äthernebelweber auf der SL Living Expo
Die SL Living Expo 2026 zählt zu den größten und vielseitigsten Community-Events in Second Life. Sie ist Treffpunkt für Kreative, Rollenspiel-Communities, Künstler und Besucher aus unterschiedlichsten Themenwelten – verbunden durch ein gemeinsames Ziel: Austausch, Inspiration und Engagement für einen guten Zweck.
Mkalvania und die Äthernebelweber traten in diesem Jahr mit einem gemeinsamen Stand auf und setzten damit bewusst ein Zeichen für Zusammenarbeit, Offenheit und Vernetzung zwischen eigenständigen Rollenspielwelten.
Ein gemeinsamer Stand – viele Welten
Der Stand war nicht als klassische Messefläche angelegt, sondern als begehbare Erlebniswelt. Im Mittelpunkt stand die Bibliothek, behütet von Scribeon, dem imposanten Drachen und Sinnbild für Wissen, Geschichten und Erinnerung. Zwischen Bücherregalen, Bildnischen und Auslagen erhielten Besucher Einblicke in die beteiligten Reiche und Projekte. Scribeon beantwortete Fragen zu den Äthernebelwebern und den vertretenen Gruppen.
Rund um die Bibliothek fanden sich Exponate zu Mkalvania, Kattegat, Mendacium und Tortuga, wie bereits beim SL Renfest 2024. Neu hinzu kamen Neverending SL sowie der Sammelsurium-Verlag. Für das leibliche Wohl sorgten Kamillas Bäckerei-Karren mit süßem Gebäck sowie der Stand von Mendacium mit herberen Getränken – kleine, liebevolle Details, die zum Verweilen einluden.
Der gemeinsame Auftritt war in die Region Noir New York eingebettet – eine urbane Stadtlandschaft mit starkem Film-Noir-Charakter. Backsteinfassaden, Straßenzüge, alte Automobile und klassische Laternen prägten das Bild. Der allgegenwärtige Regen legte sich wie ein Schleier über Straßen und Plätze, spiegelte das Licht der Lampen und verlieh der Umgebung eine melancholische, geheimnisvolle Stimmung.
Gerade dieser Kontrast machte den Standort besonders wirkungsvoll: Zwischen nasser, urbaner Realität öffneten sich Zugänge zu anderen Welten. Türen, Tore und Durchgänge führten in grünere, lichtvollere oder fantastische Räume – ein bewusster Übergang vom Alltäglichen ins Mythische.
Region: Landing-Hub
Der Landing-Hubwar das Tor zur SL Living Expo und der erste Eindruck für alle Besucher. Klar strukturiert, übersichtlich und einladend führte er Neuankömmlinge in das Event ein. Wegweiser, Infotafeln und zentrale Anlaufstellen halfen bei der Orientierung und machten deutlich: Hier beginnt eine Reise durch viele Welten. Der Landing-Hub erfüllte seine Aufgabe als logistisches und atmosphärisches Fundament der Expo mit großer Souveränität.
Ein Street Market befand sich in nächster Nähe und verband Messe, Marktplatz und Begegnungsraum. Entlang der Straßen reihten sich Stände, Shops und kleine Präsentationsflächen aneinander. Die offene Struktur lud zum Schlendern ein, zum spontanen Entdecken und zu Gesprächen zwischen Besuchern und Ausstellern. Hier zeigte sich die Expo von ihrer lebendigsten Seite – bunt, kommunikativ und voller kleiner Überraschungen.
Region: Decorating Contest
Der Decorating Contest stellte die Kreativität der Community in den Mittelpunkt. Unterschiedlichste Beiträge zeigten, wie vielfältig Second Life gestaltet werden kann – von detailverliebten Szenen bis hin zu experimentellen Ideen. Der Wettbewerb machte sichtbar, wie viel Leidenschaft und handwerkliches Können in den Builds der Teilnehmenden steckt, und lud Besucher dazu ein, genau hinzuschauen und zu vergleichen.
Region: Noir New York
Noir New York ist eine Region, die sich bewusst dem schnellen Blick entzieht. Regen, Neonlichter und Architektur erzeugen eine urbane Welt zwischen Licht und Schatten. Gesponsert von Sugar SL und gestaltet von Poppy Possum und Vitani Possum, wirkt die Stadt ruhig, fast kontemplativ.
Galerien, Museen, Ausstellungs- und Verkaufsräume fügen sich organisch in das Stadtbild ein. Züge, Brücken und Tunnel strukturieren den Raum und stehen sinnbildlich für Bewegung, Übergang und Begegnung. Noir New York war damit weit mehr als Kulisse – es war eine erzählerische Stadtbühne, die Second Life von seiner atmosphärischsten Seite zeigte.
Region: Pixel Plaza
Die Pixel Plaza setzte bewusst auf einen spielerischen, retro-inspirierten Stil. Klare Formen, leuchtende Farben und Anspielungen auf klassische Videospiel-Ästhetik schufen eine lockere, zugängliche Atmosphäre. Die Region zeigte, dass Kreativität nicht immer realistisch oder episch sein muss, um Wirkung zu entfalten – manchmal reicht ein Augenzwinkern.
Region: Galactic Outpost
Der Galactic Outpost führte Besucher in eine futuristische Welt aus Technik, Stahl und Sternenlicht. Raumhafen-Strukturen, Landeflächen und industrielle Details erzeugten das Gefühl, am Rand des bekannten Raums zu stehen. Die Region sprach besonders Fans von Science-Fiction an und bildete einen starken Kontrast zu den Fantasy- und Urban-Settings der Expo.
Region: Sherwood Forest
Der Sherwood Forest war eine naturnahe, märchenhafte Region voller Bäume, Pfade und versteckter Orte. Baumhäuser, Lichtungen und liebevolle Details luden zum Erkunden ein. Die Region vermittelte Ruhe und Abenteuer zugleich und zeigte, wie stark Natur-Settings in Second Life emotional wirken können.
Region: Camelot
Camelot präsentierte eine klassische, mittelalterliche Burganlage mit Mauern, Türmen und Wasserläufen. Die Region atmete Ritterromantik und Legenden und bot einen würdigen Rahmen für Fantasy-Rollenspiel und historische Anleihen. Sie wirkte zeitlos und vertraut – ein Ankerpunkt für viele Besucher.
Region: Olympus Rising
Olympus Rising griff Motive antiker Hochkulturen und Götterwelten auf. Monumentale Tempel, Säulen und offene Plätze erzeugten eine erhabene, fast sakrale Stimmung. Die Region verband Mythologie mit klarer Architektur und lud dazu ein, sich klein zu fühlen – im besten Sinne.
Fazit
Die SL Living Expo 2026 hat eindrucksvoll gezeigt, wie vielfältig, kreativ und gemeinschaftlich Second Life sein kann. Die bewussten Stilbrüche zwischen Urbanem, Fantasy, Natur, Technik und Spielkultur machten die Expo zu einer Reise durch viele Welten, statt zu einer einheitlichen Messe.
Mkalvania und die Äthernebelweber nutzten diesen Rahmen, um Zusammenarbeit sichtbar zu machen und Brücken zwischen unterschiedlichen Projekten zu schlagen. Die Expo war dabei nicht nur Präsentationsfläche, sondern Ort der Begegnung, des Austauschs und der Inspiration – und zugleich ein starkes Charity-Event zugunsten der Relay-For-Life-Kampagne.
Als Gesamtbild bleibt eine Veranstaltung in Erinnerung, die zeigt, was Second Life leisten kann, wenn Engagement, Kreativität und Gemeinschaft zusammenkommen.